Feuerwerk

Pyrotechnik

Als Feuerwerk bezeichnet man eine Darstellung oder Darbietung, bei der pyrotechnische Gegenstände und Feuerwerkskörper koordiniert gezündet werden. 1 Feuerwerk fasziniert, birgt aber auch Risiken wie Feuer, Schall und Druckwirkung.

Allgemeine Informationen

Für professionelle Pyrotechniker gibt es spezielle Grossfeuerwerks- und Bühnenpyrotechnikartikel. Im Gesetz werden diese als "Feuerwerkskörper der Kategorie 4 und T2" bezeichnet. Diese sind nicht im Detailhandel erhältlich. Im Zuge der Einführung neuer EU-Vorschriften schreibt der Gesetzgeber in der neuen Sprengstoffgesetzgebung ab dem 1. Januar 2014 vor, dass Feuerwerkskörper der Kategorie 4 und pyrotechnische Gegenstände der Kategorie T2 (Bühnenfeuerwerk) nur von Personen verwendet werden dürfen, die einen entsprechenden Fähigkeitsausweis besitzen. Pyrotechnische Gegenstände müssen den Sicherheitsanforderungen nach Anhang I der Richtlinie 93/15/EWG entsprechen. Darüber hinaus wird laut Sprengstoffverordnung für die Herstellung, die Lagerung, den Transport und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern/Pyrotechnik nach wie vor eine behördliche Genehmigung notwendig.

Der Schweizerische Feuerwehrverband gehört zur Trägerschaft der Interessengemeinschaft Grossfeuerwerk und der Interessengemeinschaft Bühnenfeuerwerk, welche die notwendigen Feuerwerkskurse und Prüfungen organisieren.

Vor jedem Einsatz von Pyrotechnik sollten folgende Punkte betrachtet werden:

  • Prüfen, ob Pyrotechnik erforderlich ist oder ein alternativer Effekt eingesetzt werden kann
  • Nur Pyrotechnikfirmen (Pyrotechniker) mit gültigem Befähigungsschein beauftragen
  • Organisatorischen und technischen Brandschutz beachten
  • Risiken analysieren (Gefährdungen erkennen) und daraus resultierende Massnahmen umsetzten 

1 Wikipedia: Feuerwerk

Zusatzinformation: Betreiber, Veranstalter/Agentur, Sicherheit

Neben der personellen Befähigung des Pyrotechnikers wird eine feuerpolizeiliche Bewilligung der zuständigen Stelle benötigt – im Kanton Zürich ist dies die jeweilige Gemeinde. Diese wird meistens vom Unternehmen des Pyrotechnikers eingeholt. Die Kontrollpflicht liegt jedoch beim Veranstalter. An die Bewilligung geknüpfte Brandschutzauflagen sind einzuhalten.

Es ist sinnvoll, im Vorfeld abzuklären, ob durch die zu erwartende Rauchentwicklung eines pyrotechnischen Effektes oder durch Nebel die Brandmeldeanlage (BMA) ausgelöst werden könnte. Ist dies zu erwarten, kann die Brandmeldeanlage vorübergehend (nicht Länger als 24 Stunden) ausser Betrieb genommen werden, sofern dies im Brandschutzkonzept geregelt ist. Durch das Deaktivieren der Brandmeldeanlage werden sämtliche Elemente der Brandfallsteuerung wie z. B. Rauchklappen, Fahrstühle, automatische Türschliesser, Sprinkler etc. ausser Betrieb gesetzt. Um dies zu vermeiden, sollten bereits bei der Planung eines Gebäudes Brandmelder sinnvoll in Gruppen (z. B. Bühnenbereich) zusammengefasst werden, damit nicht die komplette Anlage ausser Betrieb genommen werden muss. Die vorübergehende Ausserbetriebnahme der BMA, welche im Brandschutz eine technische Massnahme darstellt, muss mit organisatorischen Massnahmen kompensiert werden, die im Brandschutzkonzept durch die Brandschutzbehörde festgelegt sind. Bei Nichteinhaltung des Brandschutzkonzeptes drohen im Schadenfall Regressansprüche des Feuerversicherers. Unter 4.2 Absatz 2 sind in der Brandschutzrichtlinie 12-15 Brandverhütung und organisatorischer Brandschutz die Voraussetzungen für eine Ausserbetriebnahme beschrieben. Pyrotechnik stellt eine zusätzliche Brandlast dar, dessen Risiko z. B. durch zusätzliche Löschmittel und eine Brandwache kompensiert werden kann.

Zusatzinformation: Veranstalter/Agentur

Um ein professionelles Feuerwerk der Kategorie 4 oder T2 vorzubereiten und abzubrennen, benötigt ein Pyrotechniker nach Artikel 14 Absatz 2 SprstG einen Befähigungsschein FWA oder FWB. Sehr vereinfacht ausgedrückt, befähigt der Schein FWA zum Abbrennen von zündfertigen Artikeln bis 50 kg bei einem Kaliber bis 75 mm. Die Ausbildung und Prüfung wird an einem Tag absolviert. Der Schein FWB befähigt den Pyrotechniker zum Abbrennen von zündfertigen Artikeln ohne Einschränkung in Bezug auf Mengen und Kaliber. Die Ausbildung hierfür dauert inkl. Prüfung 5 Tage. Für die dauerhafte Gültigkeit ist bei beiden Befähigungsscheinen alle 5 Jahre eine Wiederholungsunterweisung erforderlich.

Es ist sinnvoll, im Vorfeld abzuklären, ob durch die zu erwartende Rauchentwicklung eines pyrotechnischen Effektes oder durch Nebel die Brandmeldeanlage (BMA) ausgelöst werden könnte. Ist dies zu erwarten, kann die Brandmeldeanlage vorübergehend (nicht Länger als 24 Stunden) ausser Betrieb genommen werden, sofern dies im Brandschutzkonzept geregelt ist. Durch das Deaktivieren der Brandmeldeanlage werden sämtliche Elemente der Brandfallsteuerung wie z. B. Rauchklappen, Fahrstühle, automatische Türschliesser, Sprinkler etc. ausser Betrieb gesetzt. Um dies zu vermeiden, sollten bereits bei der Planung eines Gebäudes Brandmelder sinnvoll in Gruppen (z. B. Bühnenbereich) zusammengefasst werden, damit nicht die komplette Anlage ausser Betrieb genommen werden muss. Die vorübergehende Ausserbetriebnahme der BMA, welche im Brandschutz eine technische Massnahme darstellt, muss mit organisatorischen Massnahmen kompensiert werden, die im Brandschutzkonzept durch die Brandschutzbehörde festgelegt sind. Bei Nichteinhaltung des Brandschutzkonzeptes drohen im Schadenfall Regressansprüche des Feuerversicherers. Unter 4.2 Absatz 2 sind in der Brandschutzrichtlinie 12-15 Brandverhütung und organisatorischer Brandschutz die Voraussetzungen für eine Ausserbetriebnahme beschrieben. Pyrotechnik stellt eine zusätzliche Brandlast dar, dessen Risiko z. B. durch zusätzliche Löschmittel und eine Brandwache kompensiert werden kann.

TA 2015

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