Schallschutz

Anstösser - Aussenlärm

Aussenlärm bezeichnet den Lärm, der ausserhalb einer Veranstaltungsstätte durch Menschen oder auch Tiere  wahrgenommen werden kann. Dabei handelt es sich um eine Immission.

Allgemeine Informationen

Für den maximal zulässigen Aussenlärm gibt es in der Lärmschutzverordnung (LSV) in Bezug auf Veranstaltungen keine Angaben. Die Vereinigung Kantonaler Lärmschutzfachleute (Cercle Bruit) empfiehlt in ihrer Vollzugshilfe „Gaststättenlärm“, die folgenden Grenzwerte schweizweit festzulegen:

  • 22.00–07.00 Uhr: 40 dB(A)
  • 19.00–22.00 Uhr: 45 dB(A)
  • 07.00–19.00 Uhr: 50 dB(A)



In der Praxis werden in vielen Gemeinden derzeit keine Grenzwerte verwendet. Vielmehr werden mittels subjektiver Beurteilung durch die Behördenvertreter, unter Einbezug der Aussagen von Anwohnern, Entscheidungen getroffen. Teilweise werden die Grenzwerte der Schall- und Laserschutzverordnung, die den „Innenlärm“ messen und für den Schutz des Publikums vorgesehen sind, verwendet, um einen Anhaltspunkt zu definieren. Die sich daraus ergebende „Gesetzeslücke“ erschwert momentan vielen Beteiligten eine objektive Umsetzung des Lärmschutzes der Anwohner und führt zu einer Rechtsunsicherheit für Veranstalter. Die Arbeitsgruppe „Eidgenössische Kommission für Lärmbekämpfung“ (EKLP) beschreibt in ihrem 2007 verfassten Bericht die rechtliche Lage von Veranstaltungslärm. Darin wird im Ergebnis u. a. auf die kommunalen Ortspolizeireglemente als sehr sinnvolles Instrument im Umgang mit Veranstaltungslärm hingewiesen. Eine eindeutige gesetzliche Regelung mit Grenzwerten für die Handhabung von „Aussenlärm“ ist uns derzeit nicht bekannt.

TA 2015

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!