Sicherheitsplanung

Bewilligungen

Für eine Veranstaltung ist je nach Art und Umfang eine Bewilligung notwendig. Wer erteilt die Bewilligung? Was ist im Vorfeld zu beachten, und wie gestaltet sich das Genehmigungsverfahren?

Allgemeine Informationen

Die Bewilligungen erteilen die Gemeinden. Geht es um Veranstaltungen auf öffentlichem Grund, empfiehlt es sich, zunächst folgende Abklärungen zu treffen: Ist das Grundstück am geplanten Termin frei? Finden weitere Veranstaltungen am selben Datum statt, welche die geplante Veranstaltung tangieren können? Eignet sich das Grundstück für die vorhergesehene Veranstaltung (Grösse, Infrastruktur, Parksituation, Bodenbeschaffenheit, Fluchtwege etc.)?

Bereits in diesem Planungsstadium kann es sinnvoll sein, eine Fachperson aus dem Bereich der Veranstaltungssicherheit hinzuzuziehen. Veranstaltungen auf privatem Grund benötigen in der Regel keine Bewilligung, sofern sie den öffentlichen Raum nicht tangieren und keine Getränke verkauft werden. Allerdings kann sich aus der Verwendung von Lautsprechern eine Meldepflicht gemäss Schall- und Laserverordnung ergeben. Genehmigungspflichtige Veranstaltungen auf öffentlichem Grund können sein: Konzerte, Festumzüge, Festwirtschaften, Werbeveranstaltungen, Sportveranstaltungen, Filmvorführungen etc. Kleine Quartierfeste mit Fahrnisbauten (z. B. Zelten) bis 100 Personen bleiben bei den meisten Gemeinden genehmigungsfrei.

Zusatzinformation: Betreiber, Veranstalter/Agentur

Die meisten grösseren Gemeinden verfügen über eine Stelle, welche die Veranstaltungskoordination übernimmt und als Leitbehörde durch das Genehmigungsverfahren führt. Der enorme Vorteil für den Veranstalter besteht darin, dass er nur noch einen Ansprechpartner hat und nur bei speziellen Fragen mit der einzelnen Fachbehörde kommunizieren muss (z. B. mit dem Umweltamt bezüglich Umweltschutzmassnahmen). Je nach beabsichtigtem Anlass (Art, Grösse, Ort, Datum/Zeit, Komplexität etc.) führt die Behörde, welche durch das Genehmigungsverfahren führt, mit allen beteiligten Stellen, Institutionen sowie dem Gesuchsteller eine Vorbesprechung durch. Dabei stellt der Veranstalter den durchzuführenden Anlass im Detail vor. Zusammen mit dem Veranstalter werden problematische Punkte besprochen, Lösungen gesucht und allfällige sachspezifische Auflagen erteilt. Je nach Situation sind noch offene Fragen mit den involvierten Fachbehörden zu klären. Dieses Vorgehen unterscheidet sich in den einzelnen Gemeinden kaum. Es wird immer ein Sicherheitskonzept verlangt, je nach Größe der Veranstaltung ebenso ein Verkehrs- und Abfallkonzept, welches der Veranstalter zu erbringen hat.

TA 2015

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