Sicherheitsplanung

Sicherheitskonzept

Das Sicherheitskonzept ermöglicht dem Veranstalter, die Struktur eines Events klar und deutlich darzustellen, Risiken zu bewerten und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten sicherzustellen.

Allgemeine Informationen

Grundsätzlich kann zwischen Veranstaltungs- und Veranstaltungsstätten-bezogenen Sicherheitskonzepten unterschieden werden.
 Da von einer Veranstaltungsstätte (Veranstaltungsort) als solche „gewisse Gefahren“ (Einfriedung, Brandlast, Umgebung) ausgehen, werden diese in einem der Örtlichkeit (Location) zugeordneten Sicherheitskonzept beschrieben. 
Soll nun eine Veranstaltung in einer Location stattfinden, für die ein „grundsätzliches“, dem Gebäude und der Infrastruktur entsprechendes Sicherheitskonzept besteht, muss dieses „nur noch“ den entsprechenden veranstaltungsspezifischen Gegebenheiten (z. B. zusätzliche Brandschutzmassnahmen bei Einsatz von Pyrotechnik, ) der Veranstaltung angepasst werden.


Ein Sicherheitskonzept sollte vielleicht zunächst „Organisationskonzept“ genannt werden, da es nur zu einem „Mehr“ an Sicherheit beitragen kann, wenn es im Einvernehmen mit allen Beteiligten (Behörden und Veranstalter) erstellt wird. Dabei ist die Umsetzung der gemeinsam festgelegten Massnahmen entscheidend. Ein Sicherheitskonzept, welches in der Schublade verschwindet, ist das Papier nicht Wert, auf dem es gedruckt wurde.
Bei Nicht- oder nur Teilkenntnis aller Beteiligten besteht im Ereignisfall sogar die Gefahr, dass sich gefährliche Situationen durch uneinheitliches Vorgehen ergeben.


Sicherheitskonzepte werden von immer mehr Gemeinden und Gebäudeversicherungen gefordert.
 Was in einem Sicherheitskonzept enthalten sein soll, variiert dabei stark, eine gesetzliche Vorgabe gibt es nicht. Der vorbeugende Brandschutz, eine Organisationsstruktur (Organigramm, Zuständigkeit, Telefonliste usw.) sowie eine Risikoanalyse werden aber immer verlangt.

 Beim Eintritt eines unerwünschten Ereignisses sind meist mehr als die oben genannten Parteien betroffen. Es ist also durchaus sinnvoll, auch andere als nur die geforderten Sicherheitsfragen zu betrachten und in das Sicherheitskonzept mit einzubeziehen.



Veranstaltungen sind so individuell wie Menschen. Deshalb gibt es nicht das eine, für alle Events passende Sicherheitskonzept.

 In einem Sicherheitskonzept sollten jedoch mindestens folgende Themen behandelt werden: Organigramm, Normalorganisation, Notfall- und Krisenmanagement, Schutzziele, Gefährdungsbeurteilung/Risikoanalyse, Brandschutz, Sanitätsdienst, Ordnungsdienst, Kommunikationsstruktur und Pläne. 

Zusatzinformation: Sicherheit

Die Arbeitsgruppe Veranstaltungssicherheit beschäftigt sich seit 2009 mit dem Thema der Besuchersicherheit auf Veranstaltungen in Deutschland. Herausgekommen ist ein Ende 2014 komplett überarbeitetes, bemerkenswertes Dokument, welches Hilfestellungen geben kann und vorhandene Dokumente ergänzen möchte: Arbeitsgruppe Veranstaltungssicherheit - AGVS

TA 2015

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